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Guatemala, Rio Dulce
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Xenia, Lea, Miriam

G u e s t B o o k

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Journal/Tagebuch I

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Samstag, der 27.11.2004

¡Hola Amigos!
Unser Descanso (=Urlaub) hat soeben begonnen! Erster Tag: Sonnenbrand!!! Wir sind mit der Lancha zweieinhalb Stunden auf dem Rio Dulce nach Livingston gefahren (eine Strecke, die ca. eine Stunde dauern wuerde, haetten wir uns nicht mit foto-geilen Touristen jede Seerose dreimal ansehen muessen). Die Landschaft um uns herum war allerdings auch ueberwaeltigend schoen. Jetzt, hier, wo wir nicht mehr unter der Glasglocke Casa Guatemala leben, wird uns erst richtig klar, wo wir eigentlich sind... Ey Leute, wir sind an der Karibik!!!
Photo_©_Hepper_Auf_dem_Rio_Dulce_nach_Livingston
Klein wie die Welt ist, haben wir natuerlich als erstes am Livingstoner Hafen eine Koelner Bekannte getroffen: Emmy! Unser Hotelzimmer kostet uns fuer alle drei zusammen gerade mal sieben Euro (75 Quetzales) und hat sogar Licht und einen Ventilator. Das Klima hier ist voellig anders als im Casa Guatemala. Hier ist es einfach nur heiss. Das Kinderheim dagegen liegt ja mitten im Regenwald, im Moor, am Fluss, das heisst: staendig feucht, gewaschene Waesche wird nicht trocken und mueffelt mehr als vorher, und eine Milliarde Muecken (Lea hat 65 Mueckenstiche, Xenia hat kaum einen - hoch lebe Azeron - und Miri ist die goldene Mitte). Dort wecken uns morgens die Schweine, Kuehe, Huehner und Affen (die sind echt laut!). Durch die vielen Baeume (bzw. Palmen :-)) haben wir gluecklicherweise viel Schatten.

Im Heim selber fehlt es jedoch an vielen Dingen. Die Kinder haben zu kleine Schuhe, kaum Stifte, das Spielzeug ist zu einem grossen Teil ziemlich kaputt und unbrauchbar. Achja, und im ganzen Heim gibt es nur einen Kuehlschrank, und der ist im Kiosk, um die Cola zu kuehlen. Das Essen ist jedoch bis auf ein paar Ausnahmen (Schweinehirn und -hoden oder -haut mit Haaren und Huehnerfuesse) echt gut.

Die Kinder sind sehr zutraulich, fast schon erschreckend manchmal, ab und zu kommt man sich vor wie ein lebendiges Riesen-Kuscheltier. Unsere vier Chiquitos sind uns schon sehr ans Herz gewachsen, das haben wir gemerkt, als wir uns heute morgen fuer unser Descanso verabschiedeten.
1) Rodolfo ist unser Problemkind. Er ist sehr intelligent und denkt fuer sein Alter zu viel nach, ausserdem schlaegt er sich oft selbst, weil er denkt, dass das staendige An- und Abreisen der Voluntarios laege daran, dass sie ihn nicht moegen. Abgesehen davon ist er hyperaktiv und nicht zu baendigen! Vorgestern ist er vier Jahre alt geworden.
2) Manuela ist ein knuffiges dickes Maya-Kind von drei Jahren. Aufgrund eines offenen Gaumens kann sie verbal nicht kommunizieren. Ihre Mimik dagegen ist dafuer um so ausdrucksvoller, sie lernt auch die Zeichensprache.
3) Daniela benimmt sich oft wie eine Prinzessin und bekommt hysterische Anfaelle, wenn man nicht tut, was sie will (Miri mag sie gern, Xenia und Lea sind etwas genervt :-)). Sie ist erst zwei Jahre alt.
4) Hijinio (sprich: Ichinio) macht den ganzen Tag einen auf Macker und will in der Nacht nicht allein aufs Klo (die Nachtschichten werden auch von Voluntarios uebernommen). Buchstaben und Zahlen schreiben lernt er sehr schnell, wenn er etwas nicht versteht, fragt er gern nach Hilfe. Jaja, das sind unsere vier Schuetzlinge.
5) Den fuenften (Carlos) haben wir Euch ja schon vorgestellt. Gestern war Xenia mit ihm schwimmen.

Bei uns am Steg gibt's uebrigens die schoensten Sonnenuntergaenge der Welt, vorausgesetzt, es regnet nicht :-).
Im Norden: Belize Rio-Dulce_Livingston_Puerto-Barrios_Punta-Gorda
(bis 1981 Britisch Honduras)

Heute geht's frueh ins Bett, denn morgen faehrt unsere Faehre um fuenf in Richtung Puerto Barrios. Von dort geht's dann nach Belize zu den weissen(!) Straenden (hoffentlich)!
"Aus die Maus", bis zum naechsten Mal. Liebe Gruesse!

P.S.: HAPPY BIRTHDAY LIEBER LARS!!! Alles Gute und Liebe, viel Spass beim Feiern, wir denken an Dich!

P.P.S.: Hallo Bastian! Ich wollte Dir nur kurz sagen, dass ich Dich ganz doll liebe und vermisse! Kuss, Deine Lea


Samstag, der 20. November 2004

Hallo mal wieder!
diesmal wird's nur ganz kurz. Im Hotel ist "das Internet kaputt", leider die Verbindung defekt, war's am Mittwoch auch schon, angeblich funktioniert's am Montag wieder. Jetzt bin ich (Xenia) im Internet-Café in Fronteras (Nachbarort vom Hotel), Lea und Miri arbeiten noch und kommen erst heute Abend ins Hotel. Also, kurz und knapp: Uns geht's allen gut, die Chiquitos treiben uns ein wenig in den Wahnsinn, aber sonst... Lea und Miri werden richtig traurig sein, wenn sie gleich erfahren, dass sie nicht ins Internet koennen, denn das Café macht gleich zu. Ich hoffe sehr, dass das naechste Woche mal klappt!!! Jetzt weiss ich in der Eile gar nicht, was ich sonst sagen soll. Mit dem Spanischen hapert's noch. :-) Mehr Details naechste Woche! Liebe Gruesse an alle!

Rio_Dulce_Regional_Overwiew.gif


Journal II, Tagebuch (aktuell)

Journal II, Tagebuch bis Ende Februar 2005 (mit Bildern)

Journal I, Tagebuch bis Ende Januar 2005 (mit Bildern)

Journal I, Tagebuch bis Ende Dezember 2004 (mit Bildern)     Journal I: Silvester/Neujahr (Text)

Journal I, Tagebuch bis Ende November 2004 (mit Bildern)

Journal I, Tagebuch bis Mitte November 2004 (mit Bildern)

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