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Guatemala, Nicaragua
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Xenia, Lea, Miriam

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Central America Journal (II) Xenia & Miriam

Esteli/Nicaragua, 17. Februar 2005, 00:45 GMT

¡Adios! (Hier wird tschuess auch als hallo gebraucht...) Nachtraeglich ein KOELLE ALAAF!!! Wo wir schon ein Koelner Dom Mauspad haben, hier im Internetcafe am anderen Ende der Welt...

Die letzte Woche war ziemlich chaotisch... Von Rafting an Weiberfastnacht ueber Tigerspurensuche im Regenwald bis hin zu Horrorfahrten auf Horror-"Yachten" bei Horrorwetter haben wir eigentlich alles erlebt. Die letzte Woche konnten wir uns nicht melden, weil wir in der Region Mosquitia waren (die nicht wegen Moskitos sondern ihrer Miskito-Einwohner so heisst), wo wir schon froh waren, eine Bleibe zu finden. Hin kommt man nur per Boot oder Flugzeug, Sosa Airlines, laut spanischer Freunde ist sosa Spitzname fuer Kokain ;-) Aerolineas SOSA. Natuerlich waehlten wir das Billigere und sassen so um die zehn Stunden taeglich in einer Nusschale. Es hat sich aber echt gelohnt, zu sehen bekamen wir naemlich den unberuehrtesten Regenwald Zentralamerikas.

Images/Nicaragua_Miskito-Indianer.jpg

Es war wie eine Reise in die Vergangenheit (oder eine Tour durch Jurassic Park). Viele Menschen dort sprechen GARÍFUNA, MÍSKITO, SUMO TAWAHKA, MÍSKITO COAST CREOLE ENGLISH (BLUEFIELDS CREOLE ENGLISH), RAMA CAY CREOLE ENGLISH und nicht oder nur sehr schlecht Spanisch, die offizielle Sprache. Von Las Marias aus haben wir eine zweitaegige gefuehrte Tour durch den Dschungel gemacht. Fuenf Stunden lang hetzte uns unser Guide durch Fluesse, ueber Berge, und blieb nur ab und zu stehen, um uns Schlangen, Nasenbaeren, Affen oder Faultiere zu zeigen. Die Nacht verbrachten wir in einer Holzhuette mitten im Wald, ohne Matratze, ohne Klo (oder mit unendlich vielen Klos, wie man's nimmt) und natuerlich ohne fliessend Wasser. Trinken und sich waschen konnte man im Bach. (Fliessend Wasser gibt es uebrigens in der ganzen Region nicht, das Badezimmer ist eine Tonne mit Wasser.) Morgens um fuenf schauten wir uns den Sonnenaufgang an, der jede Strapaze vom Vortag entschuldigte.

Auf unserem Weg nach Nicaragua sassen wir dann ploetzlich in Brus Laguna fest, was uns dazu veranlasste, zunaechst zurueck Richtung Westen zu fahren. Was fuer ein Glueck, dass gerade an dem Tag eine sogenannte Luxusyacht genau dorthin fuhr, fuer nicht mal wenig Geld! Luxus war da wohl mal vor fuenfzig Jahren. Jedenfalls flogen die Kuehlschraenke bei jeder grossen Welle durch den Lagerraum, und unten pumpten sie Wasser aus dem Fenster. So muss das wohl sein auf Yachten. Die Fahrt war auf jeden Fall nervenzerreissend, als wir nach zwoelf Stunden wieder auf festem Boden standen, schworen wir uns, NIE wieder ein Boot zu betreten!!! Nach all dem waren zwei Tage Zivilisation in Tegucigalpa (Hauptstadt von Honduras) dringend noetig.

Modern day flags of the five nations
Flag of Guatemala Flag of Nicaragua Flag of El_Salvador Flag of Honduras Flag of Costa_Rica
Guatemala Nicaragua El Salvador Honduras Costa Rica

Jetzt sind wir auf jeden Fall in Esteli/Nicaragua. Je mehr wir Richtung Sueden reisen, desto waermer wird es. Die Flagge hier hat die gleichen Farben wie die in Honduras und Guatemala, und auch hier wird Spanisch gesprochen. Dennoch merkt man, dass man sich in einem anderen Land befindet. In der Heimat des Flor de Caña fuehlen wir uns im Moment so richtig wohl! Morgen geht's voraussichtlich nach Granada, mal sehen wohin es uns von dort aus verschlaegt! ¡Adios!


Hier wird der Name Flor de Caña so schön erklärt. Bitte, nicht trinken! ;-)

Images/Nicaragua_Chichigalpa_Flor-de-Cana.png


Nachricht aus Tegucigalpa am 14. Februar 2005, 20:30 GMT

Miriam und Xenia schrieben aus der Hauptstadt von Honduras, es sei dort total heiss, und es gehe ihnen praechtig. Morgen habe Carlos seinen 26. Geburtstag, und die Reise werde nach Nicaragua fortgesetzt. Von dort aus werde dieses Tagebuch bald eigenhaendig weitergeschrieben werden. Na dann, bis die Tage... Ciao, B++

Images/Nicaragua_Map_370x370.gif


Alles in Ordnung, die Rafting-Tour auch gut ueberstanden, telefonierte Xenia am Samstag, 5. Februar 2005, 19:40 GMT, unterwegs in der Gegend von La Ceiba und Olanchito in Richtung Nicaragua. Anhand der Telefonnummer 00-504-439-7090 konnte ich nur raten, wo die Reisegruppe gerade war, die das Land mit dem Linienbus durchquert. Auf der Strecke gibt es meistens kleinere Ortschaften ohne Internet-Cafés, sagte Xenia, sie bat um Verstaendnis, wenn in den kommenden 7-14 Tagen dieses Tagebuch nur selten und indirekt weitergeschrieben wird. Viele Gruesse aus Koelle: B++


Gruesse aus La Ceiba, Honduras, 2. Februar 2005, 19:20 GMT

Honduras-Map

Nachdem wir letzte Woche in Monterrico am Pazifik waren, ist nun wieder Karibik angesagt. Pazifik ist aber schoener :-). Hier in Honduras bleiben wir nicht lange, der Reisefuehrer hat nicht viel spannendes offenbart ( -> see fine trees in the central park and EVEN learn how to milk a cow!).

Nun sind wir also quasi auf der Durchreise nach Nicaragua, mit kleinen Umwegen zu schoenen Plaetzen. Das ist das coole an unserer Reisegruppe - wo's morgen hingeht, entscheiden wir am Vorabend. Ach ja, unsere Reisegruppe, das sind ausser uns: Hanna aus Siegburg, Julia aus Oesterreich und Carlos aus Madrid. Demnaechst gesellt sich noch Marjolein aus Nimwegen, Niederlande, dazu. Viele Leute bedeuten zwar auch viel Chaos, aber genau das ist ja das lustige. Reisen ohne Zeitdruck ist der pure Luxus!!!

Gestern haben wir uns auf dem Weg hierher die Maya-Ruinen in Copán angeguckt. Ist zwar nicht so exotisch im Urwald gelegen wie Tikal, aber trotzdem sehr beeindruckend! Zaehlt sogar zum Weltkulturerbe...

Morgen machen wir wahrscheinlich eine Rafting-Tour (keine Angst, Mamas, ist nicht gefaehrlich). ;-)

Images/Rafting-1_La-Ceiba_Honduras.jpg Images/Rafting-3_La-Ceiba_Honduras.jpg

Honduras benutzt uebrigens so gut wie keine Muenzen. Da kann man sich schnell reich vorkommen, letztendlich hat man dann aber doch nur ein Riesenbuendel Lempiras im Wert von drei Euro in der Hand. Fuer die Einwohner des Landes ist das alles natuerlich gar nicht lustig. :-(

Miri hat uebrigens eine 1a Wurzelfuellung in Guatemala Stadt erhalten (nach anfaenglichen Horror-Visionen *g*). Jetzt ist alles wieder in Ordnung, von Schmerzen keine Spur mehr! Der Zahnarzt sprach sogar deutsch: "Der Nerb ist tot! Puchica vos."


Journal II, Tagebuch (aktuell)

Journal II, Tagebuch bis Ende Februar 2005 (mit Bildern)

Journal I, Tagebuch bis Ende Januar 2005 (mit Bildern)

Journal I, Tagebuch bis Ende Dezember 2004 (mit Bildern)     Journal I: Silvester/Neujahr (Text)

Journal I, Tagebuch bis Ende November 2004 (mit Bildern)

Journal I, Tagebuch bis Mitte November 2004 (mit Bildern)

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